Prepaid-Kreditkarte: Der unabhängige Überblick

Wichtiger Hinweis zur aktuellen Marktlage (Stand 03.09.2026): Mehrere frühere Anbieter von Prepaid-Kreditkarten ohne Schufa-Prüfung haben ihren Betrieb inzwischen eingestellt – darunter VIABUY (Einstellung zum 10.08.2024, Konten wurden aufgelöst) und Payango (Karte eingestellt, Anbieter-Website nicht mehr erreichbar). Informieren Sie sich vor einer Entscheidung deshalb immer direkt beim jeweiligen Anbieter über die Aktualität des Angebots.

Was ist eine Prepaid-Kreditkarte?

Eine Prepaid-Kreditkarte ist eine Kreditkarte auf Guthabenbasis: Sie laden die Karte vorab mit einem selbst gewählten Betrag auf und können anschließend bis zur Höhe dieses Guthabens bezahlen oder Geld abheben. Eine nachträgliche Rechnung oder ein Dispositionskredit entfällt.

Wofür eignet sich eine Prepaid-Kreditkarte?

  • Zahlungen im Internet und im Ausland
  • Bewusste Ausgabenkontrolle
  • Ergänzung zum bestehenden Girokonto, z. B. für Reisen
  • Für Personen, die keine klassische Kreditkarte mit Bonitätsprüfung erhalten oder nutzen möchten

Worauf Sie beim Vergleich achten sollten

  • Gebührenstruktur: Kosten bei Einrichtung, Nutzung, Abhebung, Aufladung, Überweisung?
  • Anforderungen an die Bonität: Wird eine Schufa-Auskunft eingeholt?
  • Seriosität und Regulierung: Wer gibt die Karte aus, welche Finanzaufsicht gilt?
  • Aktualität des Angebots: Ist der Anbieter noch aktiv am Markt?

Prepaid-Kreditkarten-Vergleichsrechner

Für einen konkreten Vergleich finden Sie weiterführende Informationen auf unserer Vergleichsseite.

Gebührenarten im Überblick

Einrichtungsgebühr – manche Anbieter verlangen eine einmalige Gebühr, andere bieten die Einrichtung kostenlos an.

Jahresgebühr – viele Karten sind mit einer laufenden Gebühr verbunden, Modelle variieren stark.

Abhebegebühr – Bargeldabhebungen sind meist möglich, oft mit separater Gebühr pro Abhebung.

Aufladegebühr – abhängig von Anbieter und Aufladeweg; die genauen Grenzen für das Aufladevolumen unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter und können sich ändern – wir verzichten hier bewusst auf eine konkrete Zahl und empfehlen, das aktuell gültige Limit direkt beim jeweiligen Anbieter nachzulesen.

Überweisungsgebühr – ein Blick ins Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters schafft Klarheit.

Vorteile und Nachteile von Prepaid-Kreditkarten

Vorteile: Keine Überschuldung möglich; oft ohne klassische Bonitätsprüfung; weltweit einsetzbar; gute Ausgabenkontrolle.

Nachteile: Guthaben muss vorab aufgeladen werden; je nach Anbieter Gebühren für Einrichtung/Nutzung/Abhebung/Aufladung; der Markt verändert sich – nicht jeder Anbieter, der heute wirbt, ist dauerhaft am Markt aktiv.

Zuletzt aktualisiert am 03.09.2026 von Redaktion tarife-im-test.de

Häufig gestellte Fragen zur Prepaid Kreditkarte

Ob der Anbieter eine Schufa-Anfrage stellt oder das Kartenkonto an die Schufa meldet, liegt im Ermessen des jeweiligen Anbieters und lässt sich nicht pauschal für alle Anbieter sagen. Da Prepaid-Kreditkarten auf Guthabenbasis geführt werden, entsteht für den Anbieter kein Ausfallrisiko – viele Anbieter fragen die Schufa deshalb gar nicht erst an.
Guthaben auf Zahlungskonten – auch auf Konten, die zu einer Prepaid-Kreditkarte gehören – unterliegt grundsätzlich den allgemeinen gesetzlichen Pfändungsregeln in Deutschland. Einen besonderen Pfändungsschutz für ein Guthabenkonto bietet in Deutschland regulär das sogenannte P-Konto (Pfändungsschutzkonto). Bei konkreten Fragen zum Pfändungsschutz empfiehlt sich der Kontakt zu einer Schuldnerberatung oder einer rechtlichen Beratungsstelle.
In der Regel verfügt das Kartenkonto über eine eigene IBAN und BIC, sodass auch eine Gehaltsüberweisung möglich ist. Bei manchen Anbietern wird jedoch ein Sammelkonto genutzt, bei dem das Guthaben aller Karteninhaber gemeinsam verwaltet und nur über eine Kundennummer zugeordnet wird – in diesem Fall ist eine Gehaltszahlung auf die Karte nur eingeschränkt möglich. Fragen Sie im Zweifel direkt beim Anbieter nach.